Ladeinfrastruktur Tag

Ladeinfrastruktur-Leistungskalkulator

Nutzen Sie unseren E-Mobilität-Leistungskalkulator, um den Leistungsbedarf der Ladeinfrastruktur sowie die verfügbare Leistung
für Ihr Projekt zu verstehen und weiterzugeben.

Überblicken Sie schnell und einfach, wie sich verschiedene Planungsoptionen und Einsparpotenziale auf die verfügbare Leistung auswirken.

Faktoren des Ladeinfrastruktur-Leistungsbedarfs: Hausanschluss, E-Auto, Wallbox, Zähleranlage

Einführung in unseren Leistungskalkulator

Sie können im Kalkulator mehrere Szenarien zum E-Mobilitätsausbau sowie der bestehende und mögliche zukünftige Anschlussleistung abbilden. Auch die verfügbare Leistung beim Einsatz eines statischen oder dynamischen Lastmanagementsystems wird berechnet und dargestellt.

Für Wohngebäude unterstützt der Kalkulator die vereinfachte Berechnung der Anschlussleistung gemäß DIN 18015, Kurven A und B. 

Zusätzlich liefert der Leistungskalkulator erste Verbrauchsschätzungen auf Basis unserer Erfahrung mit Lastgangmessungen. Die Grundlagen dazu finden Sie im Artikel: Anschlussleistung reicht (fast) immer für E-Mobilität aus

Je mehr Informationen Sie zu Ihrer elektrischen Infrastruktur angeben können, desto präziser arbeitet der Leistungskalkulator. Womöglich werden fehlende Angaben durch sinnvolle Schätzwerte ergänzt, um eine Diskussionsgrundlage trotzdem herzustellen. 

Als Nächstes erläutern wir die Ausgabe des Tools und wie diese zu interpretieren ist. Alternativ können Sie direkt zur Dateneingabemaske springen.

Wenn Ihnen konkrete Werte (z. B. aktuelle Hausanschlussleistung oder ein Lastprofil) fehlen, um das Tool optimal zu nutzen, kontaktieren Sie uns gerne für eine kostenlose Beratung. 

Erläuterung der Grafikelemente an einem Beispielprojekt

A-D: Am Anschluss für E-Mobilität verfügbare Leistung

​​A: Aktuelle Hausanschlussleistung

A1: Hausanschlusserweiterung (Variante 1):
Im gezeigten Beispiel kann das Einspeisekabel von der Trafostation des Netzbetreibers mehr Strom übertragen, als die aktuelle Sicherung im HAK (Hausanschlusskasten) zulässt.
Durch eine Anpassung der vertraglichen Netzanschlussleistung und den Austausch der Sicherung auf 3×250 A ist es möglich, die Anschlussleistung zu erhöhen – ohne dass Erdarbeiten erforderlich sind.

A2: Hausanschlusserweiterung (Variante 2):
Im gezeigten Beispielprojekt besteht zudem die Möglichkeit, ein zweites paralleles Direktkabel von der Trafostation zum Gebäude zu verlegen.

Eine maximale Absicherung von 2×3×200 A ist dabei realisierbar.

B: Theoretischer Leistungsbedarf des Gebäudes:
Dies stellt den maximal gleichzeitig auftretenden Strombedarf aller bekannten oder typischen Verbraucher im Gebäude dar. Der Wert setzt sich aus bis zu drei Komponenten zusammen:

Statisches Lastmangement: Berechnung der verfügbaren Leistung

Verfügbare Leistung = Hausanschlussleistung – theoretischer Leistungsbedarf

Hinweis: Da Ladeleistungen unter 12 kW je Hausanschluss lediglich meldepflichtig (nicht genehmigungspflichtig) sind, wird ein Minimalwert von 11 kW als verfügbare Leistung dargestellt.

C: Realistische Leistungsspitze des Gebäudes
* Wenn eine Lastgangmessung durchgeführt wurde, wird der höchste gemessene Phasenstrombezug zur Bestimmung des realistischen Leistungsbedarfs herangezogen.

Falls keine Messdaten vorliegen, erfolgt eine Schätzung auf Basis unserer bisherigen Lastganganalysen:

Diese Werte dienen lediglich zur Orientierung und sind nicht für eine verbindliche Planung geeignet.

D: Realistischer durchschnittlicher Strombezug des Gebäudes
* Wenn Lastgangdaten vorliegen, wird hier der durchschnittliche Verbrauch verwendet.

Ohne Messdaten basiert die Schätzung auf Erfahrungswerten:

Dynamisches Lastmanagement: Berechnung der verfügbaren Leistung

Verfügbare Leistung = Hausanschlussleistung × 0,8 – durchschnittlicher Stromverbrauch des Gebäudes

Hinweis: Die Nennleistung der Sicherung liegt in der Regel über dem Iz-Wert (maximal zulässiger Dauerstrom) des Stromkabels. In der Praxis schwanken die genauen Werte leicht – zur Berücksichtigung dieses Unterschieds wird eine Dauerlastreserve (Differenz zwischen Nennstrom und zulässiger Dauerstromaufnahme)  von 20 % angesetzt.

E: E-Mobilität: Leistungsbedarf

Für die Berechnung des E-Mobilität-Leistungsbedarfs nutzen wir zwei Varianten – den unteren und den oberen Grenzwert –, sodass Sie selbst entscheiden können, mit welchem Szenario Sie planen möchten.

Der untere Grenzwert gibt eine Mindestdimensionierung an, die eine stabile und zufriedenstellende Nutzung der Ladeinfrastruktur noch gewährleistet. Er basiert auf dem tatsächlichen durchschnittlichen Verbrauch von Elektrofahrzeugen bei typischer Nutzung.

Ein System, das auf den unteren Grenzwert dimensioniert ist, ermöglicht das Nachladen der durchschnittlich täglich gefahrenen Strecke aller Elektrofahrzeuge innerhalb des definierten Zeitfensters (standardmäßig 8 Stunden).

Dies stellt somit grundsätzlich die kostengünstigste Lösung dar, die noch sinnvoll nutzbar ist.

Der Leistungskalkulator verwendet für diese Berechnung folgende Standardannahmen (optimiert für Mehrfamilienhäusern):

* Bei 9 oder mehr Elektroautos kalkulieren wir mit zwei Dritteln der Fahrzeuge, die nachts gleichzeitig laden.

Unterhalb von 9 E-Fahrzeugen nutzen wir eine Kurve, bei der mit weniger Autos die Wahrscheinlichkeit für gleichzeitiges Laden steigt.

Alle Werte sind anpassbar und können individuell auf Ihre Gegebenheiten abgestimmt werden.

Der obere Grenzwert wird auf Basis eines Gleichzeitigkeitsfaktors berechnet. Ziel dieser Berechnung ist es, für jeden Ladevorgang die volle Ladeleistung der Ladestation bereitzustellen.

Je mehr Ladepunkte in einem Gebäude vorhanden sind, desto unwahrscheinlicher ist es, dass alle Fahrzeuge gleichzeitig laden. Die Leistung der einzelnen Ladestation wird daher mit dem entsprechenden Gleichzeitigkeitsfaktor multipliziert, um eine optimale Systemdimensionierung zu erreichen.

Ein Lastmanagementsystem ist dennoch erforderlich, um das System vor Überlastung zu schützen – insbesondere in seltenen Fällen, in denen mehr gleichzeitige Ladevorgänge auftreten als durch den Gleichzeitigkeitsfaktor vorhergesagt.

Hinweis: Eine höhere Ladeleistung führt zu einem niedrigeren Gleichzeitigkeitsfaktor, da kürzere Ladevorgänge die Wahrscheinlichkeit gleichzeitigen Ladens verringern.

Gleichzeitigkeitsfaktor für mehrere Ladepunkte im privaten Raum: 3.7 kW, 11 kW, 22 kW
Leistungsbedarf-Diagramm für 3,7 kW, 11 kW, 22 kW

F: Planungsoptionen berücksichtigen

In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, das Projekt mit einer geringeren System-Nennleistung umzusetzen, um die Investitionskosten zu senken. Dieses Eingabefeld ermöglicht es Ihnen, Leistungsbegrenzungen flexibel zu definieren, die sich durch den Einsatz bestimmter Komponenten ergeben.

Im Beispielprojekt kann zunächst die Nutzung eines vorhandenen, direkt messenden Stromzählerfeldes in Betracht gezogen werden. Dies begrenzt die mögliche Ladeleistung auf 22 kW, vermeidet jedoch eine Investition in einen Zählerschrank. Später kann die Gesamtladeleistung durch die Anschaffung eines Wandlerzählerschranks erhöht werden.

Ein Blick auf den unteren Grenzwert zeigt: Auch mit dieser Konfiguration ist ein funktionsfähiges System für mehr als 10 Elektrofahrzeuge realisierbar. So kann der Gebäudeeigentümer bei Bedarf einen Teil der Anfangsinvestitionen zeitlich aufschieben.

Mehr über die Leistungslimitierungen verschiedener Stromzählertypen erfahren Sie in unserem Blog: Wann brauche ich einen Wandlerzähler?

Ihr Ladeinfrastruktur-Projekt im Leistungskalkulator

Um die vollständigen Ergebnisse zu sehen, öffnen Sie die Webseite bitte auf einem Desktop oder nutzen Sie die PDF-Download-Funktion.

Die meisten Eingabefelder befinden sich unterhalb der Grafik.

E: Ladeinfrastruktur Leistungsbedarf




Grafik zeigt den Energiebedarf der E-Mobilität im Vergleich zur verfügbaren Leistung, berechnet aus Nutzereingaben.
Energie-Zeit-Berechnungx E-Autosx E-Autosx E-Autos
Minimale Systemleistung
Fahrdistanz pro 7,5 Std Ladefenster
Gleichzeitigkeitsberechnungx Ladeplätzex Ladeplätzex Ladeplätze
Gleichzeitigkeitsfaktor
Optimale Systemleistung
Fahrdistanz pro 7,5 Std Ladefenster





kW

A: (Haus-)Anschlussleistung



B: Theoretischer Leistungsbedarf



kVA

Max. Phasenstrom:
Leistung:
Max. Phasenstrom:
Leistung:

Der Leistungskalkulator ermöglicht die Eingabe von bis zu 2 Varianten der Anschlussleistungserhöhung. Diese Felder funktionieren nur auf Basis der Benutzereingabe, da diese Auskunft immer gebäudespezifisch ist.
*Gesamtwert eingeben, nicht addierte Leistung.

Absicherung:
Leistung:
Absicherung:
Leistung:
Phasenstrom:
Leistung:
Phasenstrom:
Leistung:
Falls Sie keine Lastgangmessdaten haben: Der Rechner liefert erste Schätzungen des tatsächlichen Verbrauchs für Wohneinheiten basierend auf unseren Erfahrungen mit Lastgangmessungen. Die Grundlagen dazu können Sie im Artikel „Anschlussleistung reicht (fast) immer für E-Mobilität aus“ nachlesen.
Phasenstrom:
Leistung:
Phasenstrom:
Leistung:
Möglicherweise möchten Sie vorhandene Elektroinfrastruktur (Stromzählerfelder, Zuleitungen, Verteilungen usw.) nutzen oder aus anderen Gründen zunächst mit einer niedrigeren Nennstromstärke für bestimmte Komponenten arbeiten. In diesem Feld können Sie dies angeben, sodass die Auswirkungen der Verwendung dieser Komponenten im Gesamtdiagramm neben der Bezeichnung G sichtbar sind.
Phasenstrom:
Leistung:
Phasenstrom:
Leistung:

Ergebnisse als PDF-Dokument

Ohne Angabe der E-Mail-Adresse und Zustimmung zur Speicherung ist ein Versand nicht möglich. Weitere Infos in unserer Datenschutzerklärung.

Ihr Projekt, unsere Expertise –
kostenlose Beratung vereinbaren.

Edward Cooper

30 Minuten für Ihre Fragen, Ideen und Herausforderungen – kostenlos.
Aufgrund begrenzter Kapazitäten nur wenige Slots pro Woche verfügbar.

E-Mail wurde erfolgreich versendet!

Haben Sie eine Frage?

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner