Förderungen für Ladeinfrastruktur im Mehrfamilienhaus

Deutschlandweit gibt es verschiedene laufende Förderprogramme – einige gelten bundesweit, andere nur in bestimmten Städten oder Bundesländern.

Um Ihnen die Orientierung zu erleichtern, haben wir hier die relevantesten Förderprogramme für Mehrfamilienhäuser und Wohnungseigentümergemeinschaften im Bereich Ladeinfrastruktur zusammengestellt.

türkises Auto steht vor einer Reihe Ladesäulen

Förderfähige Bereiche

Die Förderungen von Ladeinfrastruktur spielen eine entscheidende Rolle bei der Elektrifizierung des Verkehrssektors und der Förderung von nachhaltiger Mobilität. Durch gezielte Fördermaßnahmen in den folgenden Bereichen wird die Entwicklung und der Ausbau der Ladeinfrastruktur vorangetrieben, um die Akzeptanz und Nutzung von Elektrofahrzeugen zu steigern und somit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Aktive Förderprogramme für WEGs

Bundesförderung Ladeinfrastruktur im Mehrfamilienhaus

Für den Ausbau von Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern stellt der Bund 2026 erstmals ein umfassendes Förderprogramm bereit. Ziel ist die Elektrifizierung von Stellplätzen im Bestand – insbesondere durch Vorverkabelung und skalierbare Infrastruktur.

Wichtige Rahmenbedingungen:
Gefördert werden:

Förderung für Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG)

Für WEGs gibt es einen eigenen Förderaufruf mit vereinfachtem Zugang und separater Mittelvergabe. Die Vergabe erfolgt nach dem Windhundprinzip (Reihenfolge der Antragstellung).

Besonderheiten für WEGs:

progres.nrw | Nordrhein-Westfalen

Seit August 2026 gelten neue Förderbedingungen für Ladeinfrastruktur in Nordrhein-Westfalen. progres.nrw unterstützt unter anderem Umsetzungskonzepte, Ladestationen und Wallboxen sowie die Grundinstallation größerer Stellplatzanlagen.

Besonders wichtig für Mehrparteienhäuser: Die Landesförderung für Ladepunkte richtet sich jetzt an Wohngebäude mit maximal fünf Stellplätzen. Für größere Vorhaben kommt die Bundesförderung „Laden im Mehrparteienhaus“ infrage.

progres.nrw läuft nach aktueller Richtlinie bis zum 30. Juni 2027.
Kölner Dom in NRW

Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten | Düsseldorf

Antragstellung vorläufig eingestellt. Bereits gestellte Anträge sind nicht betroffen.

Mit dem Förderprogramm „Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf“ unterstützt die Stadt Düsseldorf Sanierungs- und Modernisierungsvorhaben ergänzend zu bestehenden Förderprogrammen des Bundes und der Länder.
Gefördert werden unter anderem Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher sowie Ladeinfrastruktur (Wallboxen). Die kommunalen Zuschüsse können – je nach Maßnahme – mit Bundes- und Landesförderungen, einschließlich progres.nrw, kombiniert werden und verbessern so die Gesamtwirtschaftlichkeit entsprechender Projekte deutlich.

WELMO | Berlin

Das Land Berlin verfolgt das Ziel, die Mobilitätswende konsequent voranzubringen und den Verkehr nachhaltiger, zeitgemäßer sowie leistungsfähiger zu gestalten. Zwar ist bereits ein kontinuierlicher Rückgang der CO₂-Emissionen erkennbar, doch erfordert insbesondere der Verkehrsbereich weiterhin verstärkte Maßnahmen, um die Klimaziele erreichen zu können.

Mit dem Förderprogramm „Wirtschaftsnahe Elektromobilität“ setzt die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe ein Instrument um, das speziell kleine und mittlere Unternehmen sowie Wohnungswirtschaftsunternehmen dabei unterstützt, auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umzusteigen und zugleich den Ausbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur voranzutreiben.

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Ehemalige Förderprogramme für WEGs

Charge@BW | Baden-Württemberg

Über Charge@BW konnten Wohnungseigentümergemeinschaften in Baden-Württemberg Zuschüsse für vorbereitende Elektroinstallationen erhalten.

Dieser Fördertatbestand ist heute nicht mehr verfügbar. Seit dem 17. Juni 2026 ist Charge@BW ausschließlich für öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur geöffnet.
Stuttgarter Schlossplatz in Baden-Württemberg
Münchnen Marienplatz

Klimaneutrale Antriebe | München

Im Rahmen des Münchner Förderprogramms „Klimaneutrale Antriebe“ wurden unter anderem Beratungsleistungen und der Aufbau von Ladeinfrastruktur gefördert.

Das Förderprogramm wurde zum 2. Juli 2025 beendet. Neue Anträge sind seitdem nicht mehr möglich.

Mit der zunehmenden Zahl von Elektroautos wächst auch der Bedarf an Ladestationen in Wohngebäuden kontinuierlich. Allerdings erfordert die Vorbereitung von Wohnkomplexen für Wallboxen eine Vorabinvestition mit verzögerter Rendite. Viele Eigentümer befürchten, dass sie mehrere Jahre lang keinen Nutzen aus der Wallbox erwarten können und möglicherweise nur dann finanziell profitieren, wenn sie die Wohnung verkaufen. Daher ist es schwierig, die notwendigen Mehrheiten für die Modernisierung des Wohnbestands zur Vorbereitung auf die E-Mobilität zu erreichen. Fehlende Ladeinfrastruktur schränkt wiederum die Verbreitung von E-Mobilität ein.

Förderprogramme sollen diese Lücke schließen und private Investitionen in die Ladeinfrastruktur unterstützen.

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